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Netzwerkoptimierung in der Logistik ? Unternehmerische Praxis und Anwendungsbeispiel in der Distribution

[10|04|2017]

Der Vortrag von Kai Philipp Bauer, Partner bei ifp Consulting fand am 06.04.2017 im Rahmen der Produktionslogistik Vorlesung bei Prof. Krischke statt.


Das Unternehmen ifp wurde 1986 gegründet, beschäftigt 35 Experten und betreut über 800 Kunden weltweit, darunter namhafte Branchengrößen wie BMW, IKEA, Krones oder Infineon in den Bereichen Supply Chain Planung, Prozess- und Fabrikplanung und Digitalisierung betrieben.

Die Logistik ist ein wichtiger Erfolgsfaktor innerhalb eines Unternehmens. Auch wenn die anteiligen Logistikkosten durch Effizienzsteigerungen über die Jahre kontinuierlich gesenkt wurden, ist eine funktionierende Logistikstrategie für den nachhaltigen Erfolg eines Unternehmens entscheidend.

Herr Bauer legte den Schwerpunkt des Vortrags deshalb bewusst auf die strategische Planung. Die richtige Strategie kann sich jedoch von Unternehmen zu Unternehmen stark unterscheiden. Kriterien zur Strategiewahl sind hierbei beispielsweise die Anzahl der Standorte, Kapazitäten, die Anzahl der Stufen oder die Allokation der Kunden.

Mittels linearer Optimierungsmethoden, durchgeführt von komplexen Softwaretools können diese Entscheidungskriterien berücksichtigt werden und somit durch Simulation verschiedener Szenarios eine optimale und unternehmensindividuelle Logistikstrategie entwickelt werden.

Von der Theorie ging es nun in die Praxis. An einem Kundenbeispiel wurde die Anwendung des Softwaretools anschaulich erläutert. Untersucht wurde hierbei der ideale Standort eines neuen Auslieferzentrums. Kernkriterien zur Bewertung des Standortes machten hier die Anzahl der Kunden, Bestellhäufigkeit, Servicelevel und Produktspektrum aus. Herr Bauer erklärte in dem Zuge auch die typische Vorgehensweise eines Beraters in derartigen Projekten: 1. Datenaufnahme, 2. Netzwerkmodellierung, 3. Parametrisierung, 4. Standortauswahl.

Durch die Simulation auf Grundlage der eingegebenen Daten und Parameter entsteht nun eine deutlich erhöhte Kostentransparenz und lässt somit Rückschlüsse auf den idealen Standort zu. Dieser kann nun unter Berücksichtigung der Kriterien Kunden, Lohnkostenniveau und Distributionsstrategie ermittelt werden.

Prof. Dr. André Krischke